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Sind Windows Phone Virenscanner sinnvoll oder nicht?

Hat man ein Android-Smartphone oder einen Windows-PC ist ein Virenschutz ratsam. Nutzer von Windows Phone hingegen benötigen in der Regel keine Antivirus-Apps. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Sie keinen Windows Phone Virenscanner benötigen und worauf Sie stattdessen achten sollten, um die Sicherheit Ihres Smartphones zu erhöhen.

Apps werden in Sandbox ausgeführt

Wie bei iOS werden auch bei Windows Phones in einer Sandbox ausgeführt und können somit nicht auf alle Systemdienste und -Dateien, wie z. B. Telefonbuch, Kamera, Nachrichten oder den eigenen Standort zurückgreifen, sondern nur auf diejenigen, die Ihnen das Betriebssystem erlaubt, und werden isoliert ausgeführt.

Auch sorgt der in Windows Phone integrierte Execution Manager dafür, dass eine App nur die Ressourcen verwendet, die sie braucht, und nicht im Hintergrund und ohne Wissen des Nutzers durch übermäßige Belastung des Prozessors und Arbeitsspeichers andere Prozesse blockiert.

Dieses strikte Rechte-Management und diese Kontrollfunktionen für Apps sorgen dafür, dass keine App ausbrechen und sich einfach Rechte und Ressourcen an sich reißen und das System infiltrieren kann. Ein Anti-Viren-Programm für Windows Phone ist also nicht erforderlich.

Gefahren lauern trotzdem…

Trotz des integrierten Schutzes vor bösartigen Apps, sollte man dennoch einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. So lauern immer Gefahren durch Phishing-Angriffe, also z. B. das Vorgaukeln eines Login-Bereichs, mit welchem Datendiebe versuchen, Passwörter zu erbeuten, um damit Facebook-, Google- oder andere Online-Accounts kapern zu können.

Auch sollte man sein Windows Phone immer auf dem neusten Stand halten und nicht nur regelmäßig Updates für Apps, sondern auch für das Betriebssystem installieren, denn es ist durchaus möglich, dass sich Hacker durch Sicherheitslücken Schutzmechanismen umgehen und Scahdsoftware auf dem Smartphones installieren können.

Zudem empfiehlt es sich, vor der Installation oder beim Updaten einer App, die Berechtigungen zu überprüfen, die eine App zur Nutzung erfordert, um nicht unnötig viele Daten von sich preiszugeben. So braucht eine Meditations-App keinen Zugriff auf die Kontakte oder eine Taschenlampe keinen Zugriff auf den eigenen Standort.