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Was ist der Unterschied zwischen VDSL, ADSL und Kabel?

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Wir alle nutzen das Internet. Sowohl zu Hause als auch und vor allem heutzutage unterwegs auf Smartphones und Tablets. Würdest du jetzt nicht gerade im Internet surfen, könntest du diesen Artikel ohne Internetzugang gar nicht lesen.

Doch wie läuft das eigentlich und wo kommt das Internet her? Ich möchte hier mal ein bisschen aufzeigen, wie das Internet zu uns nach Hause kommt. Es geht speziell um DSL und Kabel und nicht um mobiles Internet über EDGE, GPRS, HSDPA und LTE.

Genauer soll es hier um den Vergleich von ADSL, VDSL und Kabel gehen. Was sind diese drei Internetvarianten und welche Vor- und Nachteile haben sie?

ADSL

Das Akronym ADSL bedeutet Asymmetric Digital Subscriber Line oder auf deutsch asymmetrischer digitaler Teilnehmer-Anschluss. Was genau ist das? Hauptsächlich ging es bei der Einführung des ADSL, einer Variante des „normalen“ DSL, darum, die Telefonleitung gleichzeitig nicht zu beeinflussen oder zu beinträchtigen, daher das Wort asymmetrisch. Damit wären wir auch schon bei dem ersten wichtigen Merkmal. Im Gegensatz zum Internet per Kabel ist das ADSL über den Telefonanschluss geschaltet und damit die wohl klassische Form des Internetzugangs. Im Grunde genommen ist ADSL für uns Deutsche das, was wir einfach nur als DSL bezeichnen, denn so wird es in der heutigen Zeit meist verwendet. Habt ihr also einen Internetanschluss über die Telefonbuchse, dann ist es sehr wahrscheinlich ADSL.
Was die User beim Internet aber am meisten interessiert, ist die Leistung, sprich das Datenvolumen und die Datengeschwindigkeit, die über den Anschluss erreicht werden können, beim Download und Upload. Da liegt womöglich auch der größte Nachteil des ADSL, denn die Geschwindigkeit, die per ADSL zu erreichen ist, geht theoretisch zwar bis ca. 11Mbit/s, praktisch aber eher um die 8Mbit/s und selbst das ist in der Mehrheit der Fälle nicht gegeben. Deshalb gibt es abgewandelte Formen des ADSL wie ADSL2 und ADSL2+, die bis zu 24Mbit/s übertragen können. Viele Anbieter benutzen dies im Zusammenhang mit der wohl gängigsten 16000Kbit/s Flatrate oder 16 Mbit/s Internet Flatrates.
Mittlerweile sind wir aber in einer Zeit angelangt, in der diese Geschwindigkeiten bei ADSL für vieles nicht mehr ausreichen. Deswegen gibt es weitere Varianten von DSL.

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VDSL

VDSL bedeutet Very High Speed Digital Subscriber Line, also sehr schneller digitaler Teilnehmer-Anschluss. VDSL bietet wesentlich höhere Übertragungsraten als ADSL. Das klassische VDSL bietet hier bis zu 50Mbit/s, eine weiterentwickelte Form namens VDSL2 (und die neue Technik Vectoring) stocken die Geschwindigkeit auf bis zu 100Mbit/s auf. Das ist für die meisten heutzutage eine völlig ausreichende Geschwindigkeit. Zudem gibt es mittlerweile einige Auswahl an VDSL Anbietern in Deutschland.
Wie ADSL kommt VDSL auch aus der Telefonbuchse. Ein Nachteil an VDSL ist allerdings, dass das Netz noch bei weitem nicht so ausgebreitet ist wie das ältere ADSL, das heißt in vielen besonders ländlichen Gegenden ist es zur Zeit noch unmöglich VDSL zu bekommen, weil die Leitungen es schlichtweg nicht unterstützen. Zudem ist VDSL häufig vergleichsweise teuer, besonders wenn man es mit der dritten Alternative vergleicht.

Kabel

Internet über den Kabelanschluss des Fernsehers zu bekommen ist sehr im Trend, denn es bietet einige Vorteile, die durchaus lukrativ sind. Laut Wikipedia liegt die Nutzung von Internet über Kabel hinter ADSL auf Platz 2. Der Vorteil beim Kabelbreitband im Gegensatz zum ADSL ist aber auf jeden Fall die Geschwindigkeit, denn über das Kabelnetz können wie beim VDSL 100Mbit/s erreicht werden, aber auch 30Mbit/s und 50Mbit/s sind gängige Flatrate-Angebote. Die großen Anbieter in Deutschland sind z.B. Unitymedia und Kabel BW.
Da viele Leute schon einen Kabelanschluss zum Fernsehen nutzen, ist der Internetzugang über die gleiche Leitung sehr praktisch. Außerdem gibt es in unserer Handy- und Smartphone-zentralen Welt auch immer mehr Menschen, die sich kaum noch um ein Festnetztelefon scheren. Für jene ist es oft sinnvoller Internet über Kabel zu bekommen, als dafür einen Telefonanschluss zu nutzen. Natürlich kann man über die Kabelmodems auch telefonieren, wenn man das möchte.
Ein weiterer Vorteil von Breitband über Kabel ist der meist günstige Preis. Bei Unitymedia z.B. bekommt man einen Internetanschluss mit 50Mbit/s Download-Speed für 23 Euro im Monat. Selbst DSL-Anbieter mit Geschwindigkeiten von weniger als der Hälfte sind oft teurer. Das ist für mich auch der größte Vorteil, den ich bei Internet per Kabel sehe und deshalb nutze ich es selbst.

Fazit

Ob Telefon- oder Kabelanschluss, in der heutigen Zeit der Internets sind die wichtigsten Kriterien für die richtige Auswahl die Geschwindigkeit und der Preis des Gesamtpakets. In diesem Zusammenhang ist für mich doch der Kabelanschluss klarer Gewinner. Leider gibt es auch hier Haken, denn Kabel ist ebenso wie VDSL längst nicht überall verfügbar und demnach für viele User keine Option. Die, bei denen Internet über das Kabelnetz angeboten wird, sollten sich allerdings sehr genau darüber Gedanken machen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist am besten.

Quelle: Wikipedia, Bild: PixaBay