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Video-on-Demand: 10 Streaming-Dienste im Vergleich

Video on Demand Vergleich
© Pixinoo / Bigstock.com

Video-on-Demand-Dienste wie maxdome, Amazon Instant Video oder Netflix werden auch in Deutschland immer beliebter. Der Vorteil liegt vor allem in der schnellen Verfügbarkeit: Ein Klick und man kann sich einen gewünschten Filme oder eine Serie anschauen. Im Folgenden haben wir alle gängigen Anbieter für Sie verglichen und anhand verschiedener Kriterien bewertet.

Nr.AnbieterZugriffFilme / SerienGratis testenBewertungZum Anbieter
1maxdomeca. 15.000 / 6001 MonatZum Anbieter
2Amazon Instant Videoca. 9.900 / 3.40030 TageZum Anbieter
3iTunesca. 7.100 / 1.300Zum Anbieter
4Netflixca. 1.800 / 2201 MonatZum Anbieter
5Sky Onlineca. 5.500 / 55bis MonatsendeZum Anbieter
6CHILI.TVca. 3.000 / 50Zum Anbieter
7VideoBusterca. 1.900 / 0Zum Anbieter
8viewsterca. 2.000 / 80Zum Anbieter
9Videoloadca. 10.200 / 120Zum Anbieter
10Sony Video Unlimitedca. 4.400 / 150Zum Anbieter
= PC-Browser, = Smart-TV, = Spielekonsolen, = Sonstige Geräte (z. B. Blu-ray-Player, Set-Top-Boxen etc.), = Android, = iOS, = Windows Phone

1. Was ist Video-on-Demand?

Als Video-on-Demand, übersetzt etwa Video auf Anforderung bezeichnet man die Bereitstellung einer Video-Datei zum Download oder über einen Video-Stream. Video-on-Demand-Dienste, wie z. B. maxdome, mit denen sich Serien und Spielfilme über das Internet ansehen lassen, ersetzen zunehmen die klassische Videothek, in der sich Filme in Form von DVDs, Blu-Ray oder VHS ausleihen lassen.

2. Welche Vorteile hat Video-on-Demand?

Online-Videotheken bei denen man Filme direkt über einen Stream im Internet schauen kann, haben viele Vorteile gegenüber klassischen Videotheken, die immer mehr von der Online-Konkurrenz verdrängt werden:

  1. Man sich Filme bequem zu Hause aussuchen und muss nicht zur Videothek laufen oder fahren
  2. Man hat oft eine größere Auswahl an Filmen
  3. Es ist möglich Trailer oder Filmausschnitte zu sehen, bevor man den Film ausleiht
  4. Man kann sich direkt in den Online-Videotheken oder nebenher bei Filmbewertungsportal, wie z. B. IMDB, Bewertungen zu den Filmen ansehen
  5. Es gift häufig Rabattaktionen oder Gratis-Testphasen
  6. Man muss nicht daran denken, den Film zurückzugeben, und keine Angst vor Nachzahlungen haven

3. Kaufmodelle

Man unterscheidet im Allgemeinen zwischen zwei Kaufmodellen, die sich nicht nur im Preis unterscheiden, sondern vor allem auch dahingehend, wie lange man auf einen Film oder ein Video zugreifen kann. Beide Varianten habe ihre Vor- und Nachteile, die wir Ihnen im Folgenden kurz erläutern:

3.1 Download-to-Rent

Bei dieser Nutzungsvariante kann der Inhalte innerhalb einer bestimmten Zeit (z. B. 24 oder 48 Stunden) beliebig of abgerufen werden. Der Vorteil hier ist, dass das Video sehr günstig ist: ältere Filme kosten bei den gängigen Video on Demand Anbietern mitunter weniger als 1 Euro, neue Blockbuster erhält man im Einzelabruf für 3 bis 5 Euro. Allerdings muss man die Gebühr erneut bezahlen, wenn man den Film nach Ablauf der Abruffrist noch einmal sehen möchte.

Dieses Modell lohnt sich vor allem für Film-Fans, die viele Filme nur einmal anschauen. Besonders praktisch: Bei Anbietern, die eine Flatrate für alle Filme bieten (z. B. Netflix), kostet der Abruf der einzelnen Filme nichts, download-to-rent ist hier also kostenlos enthalten.

3.2. Download-to-Own

Hier erwirbt der Nutzer, ähnlich wie bei einer DVD oder Blu-Ray, ein zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht an einem Video. Mitunter ist es sogar möglich, den Inhalt auf der eigenen Festplatte zu speichern. Der Vorteil liegt hier darin, dass man das Video nach dem Kauf unbegrenzt oft und jederzeit anschauen kann. Dafür zahlt man aber auch einen deutlich höheren Preis: während ältere Filme manchmal schon für 7 Euro erhältlich sind, kosten neue Blockbuster bis zu 20 Euro. Hier ist es unter Umständen sinnvoll zu prüfen, ob es nicht günstiger ist den Film auf DVD zu kaufen.

Sinnvoll ist dieses Modell für alle, die eher selten Filme schauen und diese meist mehr als ein mal ansehen möchten.

Bei den großen Anbietern wie Amazon Instant Video, maxdome oder iTunes sind beide Varianten möglich, bei Anbietern, die eine Flatrate für alle Serien und Filme im Programm anbieten, ist es hingegen meist nicht möglich die Inhalte zur unbegrenzten Nutzung zu erwerben. Hier verliert man das Recht diese anzuschauen wenn man das Abo kündigt.

4. Kann man Filme auch Offline abrufen (ohne Internetverbindung)?

Um einen Film auch offline abrufen zu können, ist es notwendig, dass man diesen für einen bestimmten Zeitraum auf dem eigenen Laptop, Tablet, Smartphone oder einem andere Gerät speichern kann. Dies war früher sowohl bei maxdome als auch bei Amazon Instant Video möglich, aus nicht bekannten Gründen wurde diese Funktion jedoch bei vielen Anbietern entfernt.

Seither gibt es in Deutschland nur noch einen Anbieter, der es ermöglich Filme offline abzurufen: Watchever bietet seinen Kunden die Möglichkeit Filme und Serien zu speichern und sie dann auch ohne Internetverbindung auf dem iPad, Android Tablet, Smartphone oder einem Laptop anzuschauen. So kann man zum Beispiel während einer Bahnfahrt gemütlich einen Film ansehen, ohne sich Sorgen darüber machen zu müssen, ob die Internetverbindung ausreicht. Leider wird der Dienst von Watchever Ende 2016 eingestellt.

5. Checkliste für die Wahl des richtigen Anbieters

Wer auf der Suche nach einer Online-Videothek ist, sollte vor allem auf folgende Merkmale achten, in denen sich die einzelnen Streaming-Anbieter mitunter stark unterscheiden:

  • Kosten für Inklusiv-Pakete und einzeln abrufbare Filme
  • Wie groß ist die Auswahl an Filmen in Inklusiv-Paketen und für Filme im Einzelabruf?
  • Wie groß ist die Auswahl an Serien oder Dokus in Inklusiv-Paketen und für Filme im Einzelabruf?
  • In welchen Sprachen sind Filme verfügbar? Gibt es Filme nur auf Deutsch oder auch in der Originalversion?
  • Kann man Untertitel bei Filmen anschalten? Wenn ja, in welchen Sprachen?
  • In welcher Auflösung können Filme angeschaut werden?
  • Mit welchen Geräten kann der Video-Stream abgerufen werden? Nur über den Internet-Browser oder auch über Smartphones, Tablet, Smart-TV oder Spielekonsolen?
  • Kann man das Angebot kostenlos testen, z. B. für 1 Monat oder 14 Tage?
  • Ist das Angebot jederzeit kündbar?
  • Wie gut ist die Film-Bibliothek aufgebaut? Kann man leicht für einen selbst interessante Filme finden?

6. Langsames Internet ist nicht empfehlenswert

Wenn Sie Filme über eine Online-Videothek schauen wollen, sollten Sie eine schnelle Internetverbindung haben, denn die abzuspielenden Videodateien sind groß und so schnell zwischengespeichert, dass Filme flüssig und ruckelfrei laufen.

Für Filme in HD-Qualität, also mit 1280 x 720 Pixel, ist in der Regel DSL 16.000 ausreichend. Für Filme in normaler Auflösung reicht bereits DSL 6.000. Um eine flüssige Wiedergabe zu gewährleisten, wird bei den meisten Anbietern die Videoqualität vor oder während des Films automatisch an die Internetverbindung des Nutzes angepasst.

Sollte Ihre Internetverbindung tatsächlich nicht für flüssiges Streaming reichen, empfehlen wir, den Film vorher als offline abspielbare Datei herunterzuladen, was derzeit jedoch nur noch Watchever ermöglicht. Eine andere Möglichkeit ist das Video zu starten und direkt zu pausieren. Wenn man nun etwas wartet kann das Video vorgeladen werden und man kann den Film später Ruckel- und Verzögerungsfrei ansehen. Allerdings sollte man in diesem Fall darauf achten, dass der Computer nicht in den Stand-By-Modus schaltet, da dann das Laden des Films unterbrochen wird.

Hat man keine Zeit das Video erst etwas zu laden, sollte man zumindest darauf achten, dass man für die Zeit, in der man den Film ansieht andere Down- oder Uploads pausiert und Programme schließt, die man währenddessen nicht benötigt oder benutzt.

7. Entwicklung des Video-on-Demand Angebots in Deutschland

Video on Demand gibt es in Deutschland seit mehr als 10 Jahren, wobei die Branche in den ersten Jahren kaum Gewinne machte. Nur wenige nutzen die Angebote, die kaum etwas zu bieten hatten. Insgesamt machten alle Video on Demand Anbieter in den Jahren 2004 und 2005 etwa 1 Million Euro Umsatz. Ab 2006 wuchs der Umsatz jedoch stetig und lag 2009 schon bei 21 Millionen Euro. Mittlerweile liegt der Umsatz bei etwa 95 Millionen Euro und lockt so neue Anbieter an den deutschen Markt. Doch trotz hoher Umsätze machen bisher nur die wenigsten Video on Demand Anbieter wirklich Gewinn, was daran liegt, dass die Ausgaben vergleichsweise hoch und die Konkurrenz groß ist.

Netflix, der Video on Demand in den USA groß machte, kam im September 2014 auf den deutschen Markt und verschärft den Konkurrenzkampf weiter. Derzeit profitieren Kunden davon, dass die einzelnen Anbieter versuchen stets ein bisschen günstiger als die Konkurrenz zu sein – oder zumindest eine bessere Auswahl zu bieten. Auf lange Sicht gesehen, werden jedoch einige der Video on Demand Anbieter aufgeben werden und es bleibt abzuwarten, wie sich die Preise entwicklen werden, wenn nur noch wenige große Firmen um die Kunden werben.

8. Video-on-Demand in der Zukunft

Schon jetzt lässt sich abschätzen, dass einige der Anbieter bald vom Mark verschwunden sein werden, wenn sie ihr Konzept nicht überdenken und sich neu aufstellen. So verzeichnen Watchever und Videoload seit Jahren Verluste und scheinen vor allem in jüngster Zeit mehr Kunden zu verlieren als neue zu gewinnen. Anders als maxdome und Amazon Instant Video haben diese Anbieter wahrscheinlich nicht das Kapital noch lange Zeit auszuharren oder die Möglichkeit Verluste durch andere Geschäfte auszugleichen.

So wird sich wahrscheinlich schon bald zeigen, auf welche Anbieter man auch in Zukunft setzen kann und welche sich eher in andere Bereiche zurück ziehen kann.