Sonstiges

Steve Ballmer bietet 2 Milliarden Dollar für die LA Clippers

Eine interessante Nachricht, die mich als Basketball-Fan aber auch Tech-Interessierten begeistert, kam heute Nacht. Laut der Los Angeles Times hat der Ex-CEO von Microsoft Steve Ballmer ein Gebot in Höhe von 2 Milliarden Dollar – damit das höchste – für das NBA-Team Los Angeles Clippers abgegeben. Nach dem Rücktritt aus der Führungsrolle in Redmond braucht Ballmer wohl eine neue Beschäftigung.

Ein bisschen Kontext und Hintergrund: Die Los Angeles Clippers, das „zweite“ Team in LA, kämpfen zur Zeit mit einem sehr großen Skandal. Ihr bisheriger (und momentaner) Besitzer Donald Sterling wurde Ende April wegen hochgradig rassistischer Kommentare lebenslang aus der NBA verbannt. Dennoch bleibt er per Gesetz (zusammen mit seiner Frau) Besitzer des kalifornischen Basketball-Clubs. Genau dies versucht die Liga nun zu ändern. Klar ist, dass nach einer erfolgreichen Saison und einer guten Zukunftsaussicht, mögliche Interessenten nicht weit weg sind. So auch Ballmer.

Steve BallmerOb das gewinnende Gebot von Ballmer allerdings final ist und der Ex-CEO von Microsoft wirklich in Zukunft Chef eines erfolgreichen NBA-Teams ist, hängt davon ab, ob die NBA Donald Sterling davon überzeugen kann, das Team zu verkaufen, denn bisher zeigt sich ganz klar: Er ist dagegen und bereit für den Besitz des Teams zu kämpfen, trotz seiner rassistischen Kommentare. Dagegen muss natürlich vorgegangen werden, denn so ein Mensch kann keinesfalls Besitzer eines erfolgreichen und von sowohl weißen als auch schwarzen Spielern geführten Teams bleiben. Interessant bleibt zudem, was Donald Sterlings Frau täte, denn ihr gehört ebenfalls ein Teil des Teams und sie ist durch keinerlei negativen Handlungen aufgefallen. Per Gesetz kann man einen solchen Besitz nicht einfach aufheben. Zu hoffen bleibt, das ein Verkauf dennoch irgendwie möglich wird.

Was Steve Ballmer dazu bewegt das Team aus Los Angeles kaufen zu wollen, weiß wohl nur er, ist er doch bisher nicht öffentlich als Fan aufgetreten. Da es aber in der Seattle-Area kein Basketballteam (mehr) gibt, schien ihm womöglich das Team aus LA die nächstbeste Gelegenheit zu sein, das doch recht umfangreiche Vermögen zu investieren. Ich sehe dem positiv entgegen und hoffe das ein Verkauf schnell über die Bühne geht.

Quelle: LA Times