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Handy & Smartphone

Spionage-App: 3 Anwendungen zur Handy-Spionage im Vergleich

Spionage-App
© AntonioGuillem / Bigstock.com

In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Thema Handy-Spionage-App, z. B. wie eine Spionage-App funktioniert, welche Apps es gibt, wie viel sie kosten und was sie können. Zudem haben wir die gängigsten drei Anwendungen für Sie verglichen und beantworten rechtliche Fragen zur Nutzung.

1. Spionage-App-Vergleich

In der folgenden Tabelle können Sie den Funktionsumfang und den Preis der Handy-Spionage-Apps mSpy, spyera und Mobistealth miteinander vergleichen:

mSpyspyeraMobistealth
Bewertung
Preis pro Monatab 7,41 €ab $63ab $27
KaufenMehr InfosMehr InfosMehr Infos
Live-Abhörfunktion
Anrufprotokolle
Abhören
über Audiodatei
SMS und E-Mails
mitlesen
Facebook und
WhatsApp mitlesen
Browser-Verlauf
Standortbestimmung
Zugriff auf
Fotos und Videos
Kontaktliste
einsehen
Weitere
Funktionen
Spionage-Kamera
Alarmfunktion
Einsehen installierter Apps
Einsehen installierter AppsEinsehen installierter Apps
Geld-zurück-Garantie
Achtung: Handy-Spionage ist illegal und verboten wenn die Person, deren Handy ausspioniert wird, darüber nicht informiert ist und dem nicht zustimmt.

2. Wie funktioniert eine Handy-Spionage-App?

Bei Handy-Spionage-Apps handelt es sich um Anwendungen, die auf Smartphones installiert werden können und mit deren Hilfe man nicht nur den Standort eines Handys bestimmen und nachverfolgen kann, sondern auch eingehende- und ausgehende Kommunikationskanäle, wie z. B. Telefonate, SMS, WhatsApp, Facebook und andere Messenger, überwachen sowie persönliche Daten, wie z. B. Bilder, Videos, Musik und Dokumente einsehen oder sogar verändern kann.

Zudem kann man bestimmte Funktionen des Handys mithilfe der App ausstellen, den Zugriff sperren oder Systemeinstellungen verändern. Die Überwachung bzw. Fernsteuerung des Handys erfolgt dabei über das dazugehörigen Online-Portal des App-Anbieters, in welches man sich über den Internet-Browser einloggen kann.

3. Spionage-Apps im Detail

In unserem Vergleich der Spionage-Apps haben wir uns auf die drei bekanntesten und beliebtesten Anbieter konzentriert:

3.1 mSpy

mSpy die Spionage-Software mit dem größten Funktionsumfang aller Apps auf dem Markt. Mit der Software können nicht nur der Standort mittels GPS-Ortung, E-Mails, SMS, MMS oder der Browser-Verlauf überwacht werden, sondern auch Kalender, Events, Memos, Browser-Lesezeichen, Fotos, Videos und installierte Apps. Entscheidet man sich für die Premium-Variante, welche für einen Monat und für 3 Monate etwa doppelt so teuer, dafür im Jahresabo nur halb so teuer ist, stehen einem noch viele erweiterte Funktionen, wie z. B. Geofencing, Tastenprotokoll, Apps- und Website-Sperrung, Sperrung eingehender Anrufe, ferngesteuerte Geräteverriegelung und -zurücksetzung sowie die Überwachung den Instant-Messenger und Social-Media-Anwendungen wie WhatsApp, Viber, Skype, Telegram, LINE, Instagram, iMessage, dem Facebook-Messenger sowie Snapchat zur Verfügung.

Was die Kompatibilität mit Smartphone-Betriebsystemen betrifft, schneidet mSpy gut im Vergleich ab. Es läuft nicht nur mit Android und iOS, sondern auch mit BlackBerry. Neben der Version für Mobilgeräte gibt es auch eine für Computer, mit der sich PCs mit Mac OS 10.6 – 10.9, Windows XP, Windows Vista, Windows 7 oder Windows 8 überwachen lassen. Leider ist mSpy nicht mit Windows Phones, wie z. B. dem Lumia 1020 kompatibel, weswegen wir nicht die volle Punktzahl vergeben können.

Die App lässt sich einfach auf dem PC oder Smartphone installieren. Je nach Sicherheitseinstellungen und Betriebssystem, muss der Zugriff auf nicht-zertifzierte Apps freigegeben werden, damit eine Installation möglich ist. Hier eine Video-Anleitung für die Installation auf einem Android-Smartphone:

Die Steuerungssoftware, mit der sich die Aktivitäten auf dem Smartphone nachverfolgen lassen, ist browserbasiert. Um darauf zugreifen zu können, muss man sich auf der mSpy Homepage einloggen.

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich aufgebaut. Auf der Startseite, dem sogenannten Dashboard, findet man die wichtigsten Geräteinfos, wie z. B. Akkustand, Version des Betriebssystems, eine Grafik zur Anrufaktivität, die 10 meist angerufenene Kontakte und kürzliche Standorte. Auf der linken Seite befindet sich eine Sidebar, mit deren Hilfe man auf die einzelnen Funktionen, wie z. B. Browserverlauf, Fotos, Videos, Kontakte, SMS, Anrufe oder Instant Messenger zugreifen kann:

Um sich einen Eindruck von der Software zu verschaffen, stellt mSpy eine Demo der Premium-Version bereit. Sie können Sie hier aufrufen: https://demo.mspy.com/login.html

3.2 spyera

spyera ist die teuerste App in unserem Vergleich, bietet dafür jedoch viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten. So kann man diese App nicht nur für Smartphones und Tablets, sondern auch für Computer und Laptops nutzen. Die Preise variieren hierbei je nachdem für wie viele Monate man das Packet jeweils bucht. Da wir im Vergleich nur die wichtigsten Funktionen geprüft haben, schneidet mSpy besser ab als spyera, wobei gesagt werden muss, das spyera noch viele weitere Funktionen hat, die jedoch teils sehr spezifisch sind und die wir darum nicht alle berücksichtigen konnte.

2.3 Mobistealth

Der letzte Anbieter, den wir verglichen haben ist Mobistealth. Der größte Vorteil hier ist, dass das günstigste Spionage-Packet schon für unter 30 Dollar gebucht werden kann. So kann man zunächst schauen, ob die Software tatsächlich hält was sie verspricht, oder man doch etwas anderes benötigt.

4. Geld sparen mit längerer Vertragslaufzeit

Bei allen Apps lässt sich viel Geld sparen, wenn man sie nicht nur für einen Monat, sondern für 3, 6 oder 12 Monate bestellt. Bei mSpy zum Beispiel liegt der Monatspreis bei der Premiumversion und einer einmonatigen Laufzeit bei 49,99 € und bei 12 Monaten bei 149,99 €, was einem Monatspreis von nur 12,50 € entspricht. Bei Mobile Spy verhält es sich ähnlich: 3 Monate der Premium-Version kosten $64.97 und 12 Monate lediglich $139.97.

5. Mit welchen Geräten funktioniert die Spionage-Software?

Sowohl mSpy als auch spyera und Mobistealth funktionieren mit Android und iOS. mSpy und Mobistealth gbit es auch für Windows PCs und Macs. Mobistealth und spyera gibt es auch für die mobilen Betriebssysteme Blackberry und Symbian, welche mSpy leider seit kurzem nicht mehr unterstützt.

Bei iOS sind aufgrund des strikten Rechtemanagements im Betriebssystem einige Funktionen der Handy-Spy-Software nicht verfügbar, wenn beim überwachten Gerät kein Jailbreak durchgeführt wurde.

6. Sind Spionage-Apps legal?

Es mag verlockend klingen, mit einer Spionage-App den eigenen Partner, Freunde, Bekannte oder Mitarbeiter ohne deren Wissen und Zustimmung auszuspionieren. Legal ist dies allerdings nicht.

Das Überwachen eines Handys mit einer Spionage-App wie mSpy ist nur dann erlaubt, wenn der Handynutzer dieser Überwachung zustimmt und im Zuge dessen über den Umfang und die Art der Überwachung aufgeklärt wird. Das geheime Ausspionieren eines Handys ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Selbst die Installation eine Spionage-App ohne Wissen des Handybesitzers können in zwei Jahren Haft resultieren.

7. Für wen eignen sich Handy-Spionage-Apps?

Für Handyspionage-Software sind diverse legale Anwendungen denkbar. So kann man diese dafür verwenden, um das eigene Handy zu überwachen und darauf aus der Ferne zugreifen zu können, z. B. für den Fall, dass es geklaut wurde oder man es verloren hat. Auch kann man das eigene minderjährige Kind überwachen und den Zugriff auf bestimmte Apps oder Websites sperren.

Zudem kann man mithilfe von Spionage-Software Mitarbeiter auf firmeneigenen Geräten überwachen, sofern die Mitarbeiter vor der Installation über die Überwachung informiert werden und diese der Überwachung zustimmen.

8. Spionage-Software und Datenschutz

Befinden sich sensible Daten auf dem Smartphone, sollte von einer Installation von Spionage-Software abgesehen werden. Denn es ist unklar, wie die Software-Anbieter mit den an sie übermittelten Daten umgehen und wo diese Daten gespeichert werden. Werden die Daten beispielsweise auf Servern in den USA gespeichert, wo der Datenschutz weniger streng ist als in Deutschland oder in der EU, haben Nachrichtendienste wie die NSA dank dem Patriot Act unbeschränkten Zugriff darauf.

Auch können durch Sicherheitslücken in den Systemen der Software-Anbieter Daten der überwachten Handys unter Umständen an die Öffentlichkeit gelangen, was ein Fall aus 2015 zeigt.

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