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smartnweb Ratgeber – Produktivität: Apps ohne die ich nicht kann

Produktivität ist für mich ein besonderes Schlüsselwort. Ich lese viel, ich schreibe viel, ich programmiere, teste, lerne und vieles mehr. Um das alles unter einen Hut zu bekommen, brauche ich eine Menge Apps, die mir die Arbeit erleichtern. Dabei haben sich über die Zeit Favoriten herausgestellt, ohne die ich nicht mehr arbeiten könnte. Diese Lieblingsapps für Produktivität und Workflow möchte ich in der heutigen Ausgabe von „smartnweb Ratgeber“ kurz vorstellen, auch wenn die meisten sie sicher kennen oder gar bereits nutzen werden.

Vorwort

Was genau meine ich in diesem Artikel Produktivität? Ich rede nicht nur von Office-Apps zum Schreiben, für Tabellen oder Präsentationen, ich spreche von Tools, die ich für meinen gesamten Arbeitsablauf brauche. Das beginnt beim Suchen von Informationen, beim Lesen im Web, beim Speichern interessanter Inhalte. Es geht weiter mit der Vorbereitung der Inhalte, Notizen und Erinnerungen dazu, bis hin zur Verarbeitung der Inhalte. In dieser Reihenfolge werden ich die Tools vorstellen.

Inhalte sammeln

Normalerweise habe ich zwei Wege, meine Informationen zu suchen, zu sammeln und zu lesen. Der eine davon sind RSS-Feeds, der zweite ist Interessantes, aus meinen Lieblings-Websites zusammenzustellen. Dafür nutze ich erstens Feedly und zweitens Pocket

Feedly

FeedlyFeedly ist ein Feed-Reader, der simpel ausgedrückt RSS-Inhalte anzeigt. Für mich ist das aber die wichtigste Informationsquelle, denn nur selten rufe ich jede interessante Webseite Tag für Tag auf. Ich abonniere diese lieber in Form von RSS-Feeds, wenn möglich.
Jeden Morgen schaue ich in Feedly, was es Neues rund um die Themen und Websites, die ich abonniert habe, gibt. Das schöne an Feedly ist, dass der Dienst auf den meisten Plattformen vorhanden ist. Ich nutze die Webanwendung auf dem Laptop, die iOS-App auf iPhone und iPad, die Android-App auf meinem Nexus usw. Über die Cloud werden alle Feeds in Feedly synchronisiert. Einloggen kann man sich beispielsweise mit seinem Google-, oder Facebook-Account.
Habe ich interessante Informationen in einem Feed gefunden, speichere ich diesen für später, um sie immer parat zu haben. Natürlich wird auch diese „saved for later“-Liste überall synchronisiert. Die meisten meiner Blogposts entstehen aus Feedlys „saved for later“-Liste, da der Dienst auf allen Geräten zum Lesen eine sehr schicke, schlichte Oberfläche bietet.

Pocket

PocketFalls ich dennoch etwas suche oder finde, das ich nicht als Feed abonniert habe, wie z.B. eine Webseite über Facebook, Google Plus oder was auch immer, dann nutze ich Pocket, um das Gefundene für später zu sichern. Pocket ist eine Art Lesezeichen-Dienst, der z.B. per Browser-Extension das einfache Speichern einer interessanten Webseite per Mausklick bietet.
Innerhalb von Pocket kann man diese gespeicherten Seiten dann entweder in einer Artikelform ohne drum herum (Werbung etc.) lesen oder aber direkt zur Webseite geleitet werden.
Wie Feedly ist Pocket sowohl als Webanwendung als auch auf vielen Plattformen – natürlich iOS und Android aber auch in einer nativen Mac-App – verfügbar. Alles, was ich finde, wird in Pocket gesichert und mit Tags versehen, um das Kategorisieren und Wiederfinden einfacher zu machen.

Informationen vorbereiten

Um Informationen vorzubereiten, mache ich äußerst gerne Notizen – eine Art Mindmapping. Leider vergesse ich neben jeder Menge anderer Arbeit oft Dinge, deshalb sind Erinnerungs- und To-Do-Listen unverzichtbar. Für beides habe ich meine persönlichen Favoriten: Evernote und Wunderlist.

Wunderlist

WunderlistDamit ich gar nicht erst vergesse, an was ich gerade oder in Zukunft arbeiten will bzw. was ich noch zu tun habe, wird als aller erstes eine Erinnerung angelegt. Ich habe schon viele Apps dafür genutzt, anfangs Apples Erinnerungen, zwischendurch Google Now-Erinnerungen, Todoist usw., doch letztendlich bin ich wieder bei dem Dienst angekommen, mit dem ich gestartet habe: Wunderlist.
Das Prinzip ist so simple: Listen mit Checkboxes. Wegklicken. Fertig! Aber der Mehrwert, eine Erinnerung erstellen zu können, die auf allen Geräten synchronisiert wird und die man mit Freunden teilen kann, ist enorm.
Ich nutze Wunderlist, weil ich Listen mit meinem Bekannten teilen und gemeinsam organisieren kann, weil das Hochladen von Anhängen einfach ist, eine Kommentarfunktion integriert wurde und die Apps auf all meinem Geräten verfügbar sind. Außerdem kommt die Firma „6Wunderkinder“ aus Berlin und ich liebe Berlin.
Habe ich also ein neues Thema gefunden oder möchte zu einem bestimmten Zeitpunkt damit anfangen bzw. fertig sein, dann wird eine Erinnerung in Wunderlist erstellt.
Nebenbei ist Wunderlist auch meine Einkaufsliste, To-Do-Liste für alles von offiziellen Terminen bis zu Hausarbeit und jeder erdenklichen Erinnerung, die man sich vorstellen kann.

Evernote

Um nun die Ideen (an die ich erinnert wurde) auf Papier zu bringen, fange ich meist nicht direkt mit dem konkreten Schreiben an, sondern sammele erst einmal Notizen und Stichwörter zum Inhalt. Das sind nicht nur Textfetzen, sondern auch Bilder, Videos oder andere Anhänge. Der Dienst, den ich dafür nutze, ist Evernote.
Der grüne Elefant ist ein simples Notizprogramm, das (so gut wie) alles bietet, was man sich wünscht. Notizen, Listen, Bildnotizen, Anhänge uvm.
Evernote ist auf jeder Plattform vertreten und hat meist schlichte, praktische Funktionen innerhalb der Apps, z.B. in iOS 8 ein Widget für den Schnellzugriff auf eine neue Notizen. Evernote synchronisiert alle Notizen über meine Geräte und ist (wie die vorher genannten Apps auch) kostenlos. Premiumzugänge kann man kaufen, muss man aber nicht.

Inhalte verarbeiten

Habe ich meine Inhalte in Evernote vorsortiert und -strukturiert, geht es an das Ausformulieren und -schmücken. Dafür hatte ich lange Zeit kein festes Programm. Oft habe ich gewechselt. Mal war es Microsoft Office, mal Apples Office-Suite mit Pages, Numbers und Keynote, dann Apps wie Writer oder gar reine Texteditoren. Mittlerweile hat sich bei mir für alle meine Dokumente, ob Text, Spreadsheets, Präsentationen, Google als Sieger herausgestellt.
Ich nutze Google Drive als meine Cloudbasis und dazu Docs, Sheets, und Presentation im Chrome-Browser zum Erstellen von Inhalten. Das funktioniert für mich fantastisch, bietet alle Features, die ich benötige, und ist kostenlos.
Schreibe ich einen Blogpost passiert das oft, wenn ich nicht direkt im WordPress-Editor online arbeite, in Google Docs. Muss ich ein offizielles Schreiben tätigen: Google Docs. Arbeiten wir von smartnweb gemeinsam an einer Tabellenübersicht: Google Sheets (oder Google Tabellen auf deutsch). Ich bin zufrieden und spare mir jede Menge Geld für Microsoft Office oder Inkompatibilität mit Apples Office-Suite. Google Docs kann man überall im Chrome-Browser und selbst mit anderen Browsern, oder mobil durch Android- und iOS-Apps öffnen und nutzen.

Programmierung & Webdesign

Wenn ich hingegen nicht nur Schreiben muss, sondern gerade programmiere, dann habe ich eine weitere App, ohne die ich nicht mehr leben könnte. Es gibt zwar tausende von Text-Editoren auf dem Markt, aber für mich ist Sublime Text einfach der beste. Die App ist auf allen drei großen Desktop-Systemen (Linux, OS X und Windows) verfügbar, hat einen großen Feature-Umfang, den man leicht noch erweitern kann, und bietet mir für meine Webprogrammierung alles, was ich brauche. Außerdem ist der dark mode, der schwarze Hintergrund, einfach fantastisch für die Augen und die farbliche Syntax-Hervorhebung klappt super. Abläufe lassen sich durch bestimmte Tastenkombinationen und Funktionen gut bündeln und das ganze kann sogar kostenlos verwendet werden. Hier gebe ich aber gerne das Geld für die tollen Entwickler von Sublime Text aus. Jeder, der auf der Suche nach einem Text-Editor ist, sollte Sublime mal ausprobieren. Ich habe es nie bereut.

Fazit

Es gibt so viele tolle Tools von fantastischen Entwicklern, dass jedermann seine Bedürfnisse stillen können sollte. Produktivität ist ein großer Bereich, in dem fast jeder von uns einen Teil seiner Zeit verbringt. Damit diese Zeit sinnvoll und qualitativ bestmöglich genutzt wird, sind die richtigen Tools unverzichtbar. Meine Liste ist nur ein winziger Teil von Apps, die man nutzen könnte. Ich habe mich mit jenen angefreundet und mich an sie gewöhnt. Aber ich lerne auch immer wieder gerne neue Tools kennen und probiere vieles aus.
Was für Produktivitäts-Tools nutzt ihr zu Hause oder bei der Arbeit? Ab in die Kommentare!