Internet & DSL

Nun auch offiziell: Telekom erhöht Geschwindigkeit nach Drosselung auf 2 Mbit/s

Bild: Deutsche Telekom

Wie ich heute morgen schon berichtet habe, hatte der Caschy von Stadt-Bremerhaven.de ja gestern ein paar Informationen von Telekom-Mitarbeitern bekommen, nach denen die Telekom heute verkündet, dass die Übertragungsgeschwindigkeit der DSL-Verbindungen nach dem Erreichen des Inklusiv-Volumens nun nicht mehr nur 384 kbit/s sondern 2 Mbit/s betragen soll.

Soll also heißen, dass man als Telekom-Kunde ab 2016 eben dann doch schneller ist als eigentlich angekündigt, wenn man das Inklusiv-Volumen seines DSL-Vertrages ausgeschöpft hat.

Und der Caschy und seine Informanten haben Recht behalten, denn heute veröffentlichte die Telekom eine entsprechende Pressemeldung, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Die Deutsche Telekom passt ihre neue Tarifstruktur an, die der Konzern im Rahmen der Tarifdifferenzierung ab 2016 technisch umsetzen will. Die Telekom reagiert damit auf die Sorgen von Kunden. Ab 2016 werden Kunden, sollten sie nach Aufbrauchen ihres Inklusivvolumens keine zusätzlichen Datenpakete buchen oder keine Flatrate nutzen, mit 2 Mbit/s statt wie bisher geplant mit 384 Kbit/s surfen können.

„Wir haben in den vergangenen Wochen einen intensiven Dialog mit unseren Kunden geführt und die Sorgen verstanden. Mit 2 Mbit/s liegen wir deutlich über dem Mindestrichtwert aus der Breitbandstrategie der Bundesregierung – wir haben ihn verdoppelt“, sagt Niek Jan van Damme, Deutschlandchef der Telekom. Der neue Wert gilt rückwirkend auch für Verträge, die seit dem 2. Mai 2013 abgeschlossen wurden.

Die Telekom hatte Ende April eine neue Tarifstruktur im Festnetz angekündigt, die stärker auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen eingeht. Dabei wird es ab 2016 weiterhin Flatrates für Vielnutzer geben, die dann etwas teurer sein werden, aber auch günstigere Tarife für Normalnutzer, bei denen ein bestimmtes Datenvolumen inklusive ist. Für alle Zielgruppen – Wenignutzer, Familien und Extremnutzer – wird es passende attraktive Angebote geben.

„Eine weitere Sorge, die wir oft gehört haben, ist, dass beispielsweise Familien mit den bisher definierten Volumina in Zukunft nicht auskommen werden“, so Michael Hagspihl, Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland. „Wir stehen im Wettbewerb und es ist doch klar, dass wir diesen Sorgen Rechnung tragen und für alle Zielgruppen attraktive Tarifpakete schnüren werden. Aber es ist zu früh, über Details der Tarife in drei Jahren zu sprechen.“

Die Telekom hatte mehrfach erklärt, dass sowohl die reduzierte Geschwindigkeit als auch die Inklusivvolumina dynamische Werte sind, die sich an den Markterfordernissen orientieren. „Die Werte sind nicht in Stein gemeißelt, auch hier gilt: Wir stellen uns der Realität. Vor der Einführung 2016 werden wir uns den Durchschnittsverbrauch unserer Kunden genau ansehen und die Inklusivvolumina gegebenenfalls anpassen“, so Hagspihl weiter.

Niek Jan van Damme ergänzt: „Unser Ziel bleibt: Ein leistungsstarkes Internet für alle. Für den Ausbau ins flächendeckende Highspeed-Internet investieren wir weiterhin Milliarden – allein in den kommenden Jahren zusätzlich 6 Mrd. Euro. Damit sind wir Vorreiter in Deutschland. Wir werden unsere Tarife aber differenzieren müssen, so dass wir unsere Netzinvestitionen auch in Zukunft zurückverdienen können.”

Ich persönlich finde, wie ich gestern schon sagte, auch 2 Mbit/s viel zu wenig. Es mag zwar viel klingen, aber ein HD-Film lässt sich damit auch nicht angenehm schauen, weil man nicht mehr als 900 MB pro Stunde downloaden kann.

Deswegen denke ich, ist das auch nicht viel mehr als Augenwischerei und die Diskussion ist damit noch lange nicht beendet.

Via: mobiFlip; Caschys Blog