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Massives Datenleck bei eBay betrifft 112 Millionen User

Das Bekanntwerden des Heartbleed-Bugs im Sicherheitsstandard SSL ist gerade einmal ein paar Wochen her. Und nun kommt das nächste große Sicherheitsleck. Wie heute bekannt wurde, haben Hacker es bereits in Februar und März diesen Jahres geschafft sich Zugang zu User-Konten von eBay-Mitarbeitern zu verschaffen.

Mit diesen Mitarbeiterkonten hatten die Hacker dann Zugang zur Datenbank mit Kundendaten. Diese Userdaten umfassen laut eBay neben dem Namen und der Email-Adresse auch das Geburtsdatum, die Post-Adresse und die Telefonnummer und zu guter Letzt auch verschlüsselte Passwörter von Millionen eBay-Nutzern.

ebay inc San Jose

Laut eBay sind in den Datensätzen allerdings keine Kreditkarten-, Bankkonten- oder sonstige Finanzinformationen enthalten.

Auch die Server und Nutzerdaten der eBay-Tochter PayPal seien laut eBay nicht betroffen, da sie auf einem anderen Servernetz untergebracht seien.

Nun bittet das Online-Auktionshaus mit Sitz im kalifornischen San Jose 112 Millionen User darum schnellstmöglich ihre Passwörter für ihre eBay-Accounts zu ändern und sagt gleichzeitig das keine all zu große Gefahr bestehe.

Manche Nutzer werfen eBay allerdings berechtigterweise vor viel zu spät gehandelt zu haben, da dass Datenleck bereits vor 3 Monaten aufgetreten sei.

eBay hat zum Thema auch eine FAQ für seine Nutzer eingerichtet.

Die einzige wirkliche Möglichkeit die man als User jetzt hat, ist das Passwort zu ändern.

Außerdem gibt es auch einen Sicherheitscheck vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam der es möglich macht herauszufinden, ob eine Email-Adresse in verschiedenen Datensätzen, die frei zugänglich im Netz gefunden wurden, enthalten ist.

Sollte das der Fall sein, ist es sehr ratsam bei allen Diensten die man mit der entsprechenden Email-Adresse nutzt, ebenfalls das Passwort zu ändern.

Via: The Verge; Quelle: BusinessWire/eBay