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iOS Security-Checkliste: 6 Tipps für mehr Sicherheit bei iPhone, iPad & Co.

Besitzer von iPhones oder iPads fühlen sich oft sicherer als Benutzer von Windows-Geräten. Dies ist größtenteils auch berechtigt, dennoch gibt es einige Punkte, die auch iOS-Nutzer tun können, um die Sicherheit ihrer Geräte und somit auch von sensiblen Daten noch weiter zu erhöhen. 

1. Sperr-Code aktivieren

Um sein iPhone oder iPad vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen, sollte man auf jeden Fall den Sperr-Code aktivieren. Dieser besteht bei iOS momentan aus sechs Ziffern, was in manchen Kreisen als eher „schwaches Passwort“ betrachtet wird. In den Einstellungen unter dem Punkt „Codeoptionen/Eigener numerischer Code“ kann man jedoch auch acht oder mehr Ziffern einstellen, was die Sicherheit deutlich erhöhen kann.
Die zunächst skeptisch beäugte Touch ID erweist sich dabei für den Alltag als praktisch: so muss man den Sicherheitscode nur beim Neustart oder in einigen wenigen Situationen eingeben und kann sonst durch einfaches Auflegen seines Fingers das Gerät entsperren.
Da die Gefahr recht hoch ist lange Codes, die man nur selten eintippt, zu vergessen, sollte man seinen Sperrcode am besten aufschreiben und bei seinen wichtigen Unterlagen aufbewahren.

2. Schützen der Apple-ID

Die Apple-ID ist für iOS-Nutzer das, was für Android-Nutzer die Google-Mail-Adresse ist: hierüber laufen alle Informationen, wozu auch in der iCloud gesicherte Daten oder Bilder gehören. Damit diese Daten wirklich sicher sind, sollte man ein Passwort wählen, dass nicht so leicht zu knacken ist. In diesem Artikel erfahren Sie, wie man ein sicheres Passwort erstellt: . Empfehlenswert ist es dabei sich dieses Passwort aufzuschreiben, damit man davor geschützt ist, es zu vergessen.

Für weiteren Schutz sorgt die Zwei-Faktoren-Authentifizierung, die Apple für seine Kunden anbietet. Dabei muss man zusätzlich zum Passwort einen Code angeben, der jedes Mal erneut an ein verifiziertes Gerät gesendet wird. Sollte man dieses Gerät verloren haben, gibt es zur Sicherheit einen Wiederherstellungscode, den man an einem sicheren Ort verwahren sollte.

3. Aktivieren der Funktion „Mein iPhone suchen “

Um Daten auf dem iPhone (oder iPod) schützen zu können, wenn dieses verloren gegangen ist oder gestohlen wurde, sollte man die Funktion „mein iPhone suchen“ im Vorfeld aktiviert haben. Mithilfe dieser Funktion kann man sein Gerät im Ernstfall nicht nur orten, sondern es auch sperren, eine Nachricht auf dem Bildschirm anzeigen lassen oder alle Daten aus der Ferne löschen. Eine genaue Anleitung um diese Funktion zu aktivieren, finden Sie hier: iPhone orten.

4. Regelmäßig Datenschutz-Einstellungen überprüfen

Unter den Einstellungen findet man bei iOS auch den Punkt „Datenschutz“. Hier kann man nicht nur sehen, welche Apps Zugriff auf welche Daten (Kontakte, Fotos, Kamera, Mikrofon, etc.) haben, sondern diese Einstellungen auch ändern und Rechte entziehen. Zudem kann man ganz unten das „Ad-Tracking“ unterbinden und die eigene Ad-ID ändern, wodurch keine personalisierte Werbung mehr angezeigt werden kann.

5. Backups lokal und verschlüsselt speichern

Da sich auf einem iPhone oder iPad oft wichtige Daten befinden, die nicht verloren gehen sollte, lohnt es sich regelmäßige Backups zu machen. Standardmäßig werden Backups bei Apple in der iCloud gespeichert, wo jeder mit der Apple-ID und dem zugehörigen Passwort auf diese zugreifen kann. Sicherer ist es da die Backups über iTunes lokal zu speichern und diese zusätzlich durch ein Passwort zu verschlüsseln. So sind die Daten auch dann nicht in Gefahr, wenn jemand Zugriff auf das Speichermedium hat. Um die Sicherheit zu erhöhen ist auch hier ein gutes Passwort essentiell, das man am besten aufschreibt.

6. Keine Risiken eingehen

Bei iOS handelt es sich um ein sicheres System. Die größte Bedrohung für ein sicheres System stellt eine von außen kommende Software dar, die in den allermeisten Fällen durch den Nutzer selbst installiert wird. Darum sollte man möglichst nur Software aus dem App-Store oder aus sicheren, vertrauenswürdigen Quellen installieren. Vor allem sollte von Jailbreaks abgesehen werden, da diese die Sicherheit nicht erhöhen, sondern ganz im Gegenteil Geräte mit dieser Software vermehrt Ziel von Trojanern sind.