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Eine Woche mit Netflix auf dem Apple TV

Vor einer Woche ist der in den USA sehr erfolgreiche Video-On-Demand-Dienst Netflix auch hierzulanden erschienen. Natürlich habe ich mich gleich in die kostenfreie Probezeit von 1 Monat gestürzt und möchte hier mein kleines Fazit dazu abgeben.
Eines sei schon vorweg gesagt: Zwar habe ich ein paar nette Filme im Angebot von Netflix gesehen, dennoch überzeugt mich die Auswahl noch nicht derart, dass ich dafür mein Watchever-Abo oder meine Amazon Prime Instant Video-Mitgliedschaft aufgäbe.

Überblick

Aber nun zum Dienst selbst: Ich nutze Netflix vornehmlich auf meinem Apple TV, auch wenn ich ebenso einen Sony Blu-Ray-Player besitze, auf dem die App verfügbar ist. Die Apple TV-Erfahrung ist etwas schöner als der Sony Player. Laufen tut die Netflix-App auf dem Apple TV erste Sahne. Es gab und gibt keinerlei Serverprobleme wie Watchever sie anfangs hatte, sprich Ladeverzögerungen, Ruckler, Hänger und dergleichen. Amazon Prime kämpft auf dem Blu-Ray-Player übrigens auch des Öfteren mit der Verbindung. Netflix läuft glatt. Pluspunkt Nummer Eins.

Während ich bei Watchever davon wusste, dass das Angebot nicht sehr aktuell ist, bin ich bei Netflix vermutlich mit wesentlich höheren Erwartungen eingestiegen, da der Dienst in den USA so wahnsinnig erfolgreich ist und sehr viel bietet. Leider wurde ich dabei wie in der Einleitung angesprochen etwas enttäuscht, denn wenn auch Netflix einiges bietet, so ist der Unterschied zur Konkurrenz wie Watchever, Maxdome und Amazom Prime zumindest jetzt noch nicht so hoch. Eigentlich ganz im Gegenteil: die Dienste ergänzen sich meist sehr gut. Was der eine nicht hat, hat der andere usw. Zum Vorteil der Nutzer ist das aber leider nicht, da es doch kostspielig wäre, alle Dienste zu abonnieren. Um übrigens rauszufinden, welcher Service eure gesuchten Filmwünsche bietet, ist die Seite werstreamt.es extrem hilfreich.

So bin ich momentan an drei separate Dienste gebunden, die mir eine ganz gute Auswahl an dem bieten, was ich mir in meiner Freizeit am Abend gerne antun möchte. Natürlich ist das kein Dauerzustand, was mich zu meinem anfänglichen Dilemma zurückbringt: Könnte ich für Netflix eines der anderen Abonnements aufgeben? Momentan nicht! So einfach ist das.

Offline Modus

Doch noch etwas trübt mein Bild des Netflix-Abos leicht: Es gibt keinen Offline-Modus (und den wird es auch nicht geben, wie Netflix selbst verlauten ließ). Für Leute, die solche Dienste sowieso nicht unterwegs nutzen, spielt das natürlich keine Rolle. Ich allerdings verbringe häufiger Zeit unterwegs oder an Orten, die kein WLAN bieten. Dort kommt mir der Offline-Modus von Watchever (oder auch iTunes, Google Play Movies etc.) sehr gelegen. Schade, dass Netflix davon Abstand nimmt, obschon ich die Argumentation in Teilen verstehen kann. Ist das ein absolutes No-Go für mich? Nein, doch es verstärkt noch die augenblickliche Entscheidung dazu, den Dienst nicht einem meiner bestehenden Abos vorzuziehen.

Funktionen

Abgesehen von dem fehlenden Offline-Modus, was bietet Netflix da? Kurze Antwort: Das, was man erwartet. Schlichte Bedienung, die eigene Watchliste, jede Menge Empfehlungen, Suche usw. Zwei Dinge davon möchte ich ansprechen: Erstens ist die Suche (vornehmlich im Web) meines Erachtens besser als bei einigen Konkurrenten, weil sie schlicht schneller ist und teilweise tiefer geht. Zweitens sind die Empfehlungen zumindest bei mir sehr nett und passten bisher erstaunlich gut zu dem, was ich gerne sehen und gut bewerten würde.
Ein weitere kleiner Pluspunkt auf dem Apple TV ist übrigens, dass Netflix bei Serien automatisch die nächste Folge startet, was Watchever auf der kleinen Set-Top-Box und Amazon Prime auf dem Blu-Ray-Player nicht tun. Ein nettes kleines Feature!

Fazit

Ich erfreue mich definitiv an dem kostenlosen Probemonat bei Netflix. Es gibt wie gesagt hier und da Filme und Serien, die Watchever und Amazon Prime nicht bieten. Leider gibt es ebenso viele, bei denen es anderherum ist. Doch abschreiben werde ich den erfolgreichen US-Service sicher noch nicht, denn ich erwarte mit der Zeit enorme Fortschritte, die gerade Watchever vielleicht nicht (so schnell) schafft. Doch auch Amazon Prime muss man da im Auge behalten. Letztendlich bleibt mein Dilemma bestehen und wenn der Probemonat im Oktober zu Ende geht, werde ich wieder vor der Frage stehen, welche(n) Dienst(e) ich behalte. So wie ich mich kenne, bleiben am Ende wohl doch alle drei. Aber das werden die nächsten Wochen zeigen.